Zur CCInfo-Startseite
 
Palmen - Überwinterung
 
   
 
Startseite CCInfo
 
Schwarze Bretter
Pflanzen
  Citruspflanzen
  Palmen
  - Palmenarten
  - Palmenpflege
  - Überwinterung
  - Krankh./Schädling
  - Kauftips
  - Literatur
  - Anzucht
  Kakteen
  Exotische Pflanzen
  Balkonpflanzen
  Zimmerpflanzen
  Grundlagen
  Pflanzen-Links
  Pflanzen A-Z
Foto und Fotolabor
Technik/Elektronik
Verschiedenes
Impressum
 


F.A.Q.
Suche
Was ist neu?



Sponsor werden
 

Vorherige Seite
Inhalt: Weitere Themen:
Allgemeines
Winterquartiere
Wasser
Düngung
 
Künstliche Beleuchtung



Allgemeines

Die Überwinterung ist eine Herausforderung an alle, die Palmen besitzen, die nicht frei ausgepflanzt und frostresistent sind. Dann heißt es nämlich, ein geeignetes Winterquartier zu finden. Bei ausgesprochenen Zimmerpalmen sollte es keine größeren Probleme geben, wenn sie in einem geheizten Raum bei ausreichendem Licht überwintern. Bei günstigen Bedingungen wachsen sie dann u.U. sogar im Winter. Meine Cocos-Palme ist hierfür ein gutes Beispiel. Sie steht an meinem Arbeitsplatz in einem ganzjährig klimatisierten Raum an der Fensterseite und wird im Winter zudem durch Leuchtstofflampen von oben beleuchtet.

Problematischer sind diesbezüglich Kübelpalmen, die im Winter ruhen müssen. Diese vertragen im Winterquartier wegen der im allgemeinen viel zu geringen Helligkeit keine hohen Temperaturen und brauchen oft auch eine genügend hohe Luftfeuchtigkeit, da sie nur sehr wenig Wasser über die Wurzeln aufnehmen. Sehr problematisch ist beispielsweise die Washingtonia, eine ansonsten robuste Fächerpalme, die bei Überwinterung im Wohnraum infolge zu trockener Luft schnell eingeht.


Winterquartiere

Für ausgesprochene Zimmerpflanzen unproblematisch ist in aller Regel, wie schon oben erwähnt, die Fensterbank. Für Kübelpflanzen bieten sich je nach Frostresistenz folgende Überwinterungsorte an:

OrtVorteilNachteil
WintergartenLicht bestens; Temperatur kann den Erfordernissen angepaßt werden (sofern nicht als Wohnraum genutzt)---
Helles TreppenhausTemperatur und Licht meist ausreichendOft zugig
GewächshausLicht bestensHeizung erforderlich
KellerraumTemperatur meist idealKünstliche Beleuchtung erforderlich (am besten Leuchtstoffröhren über Zeitschaltuhr gesteuert
Balkon/TerrasseLicht bestensOft deutlich zu kalt; mit Winterschutz für manche Pflanzen (z.B. Hanfpalme) ausreichend

Meine eigenen Kübelpalmen überwintere ich vorwiegend in einem Kellerraum, den ich mit zusätzlichen Leuchtstofflampen, die über eine Zeitschaltuhr eingeschaltet werden, bestückt habe. Die Beleuchtungsdauer beträgt 12 Stunden, um die eigentlich etwas zu niedrige Beleuchtungsintensität durch die längere Dauer auszugleichen. Eine 36W-Leuchtstofflampe kommt bei mir auf 2 Quadratmeter Fläche. Pro Lampe ergeben sich damit bei einem Kilowatt-Preis von 0,25 DM Stromkosten in Höhe von wenig mehr als 3 DM. Die Überwinterung ist daher immer noch deutlich billiger als jedes Jahr neue Pflanzen zu kaufen! Kleiner Tip: Es gibt Leuchtstoffröhren mit besonders hohem Wirkungsgrad (z.B. von Osram); sie sind zwar fast doppelt so teuer wie die üblichen Leuchtstoffröhren, rentieren sich aber trotzdem.

Meine Washingtonia, die Hanfpalmen und die Nadelpalme stehen solange draußen wie irgend möglich. Die Wurzeln dieser Palmen habe ich frühzeitig mit einer isolierenden Schicht (Luftpolsterfolie) um den Kübel geschützt. Die Washingtonia bleibt bis zu leichtem Frost (d.h. bis ca. -3°C) draußen, die Hanfpalme bis zu -10°C und die Nadelpalme bis zu -15 °C. Sehr wichtig ist, daß diese Temperaturen nur kurz, also nicht tagelang, einwirken. Das Durchfrieren des Wurzelballens sollte man vermeiden, auch wenn diese Palmen das bedingt ertragen; zu (wenn auch leichten) Schäden am Wurzelsystem kommt es hierbei immer. Das Wurzelsystem der Palmen ist -wie bei allen Pflanzen- erheblich kälteempfindlicher als die oberirdischen Pflanzenteile. Das Einräumen sollte deshalb auch dann erfolgen, wenn zwar nur wenige Minusgrade herrschen, aber tagsüber der Wurzelballen nicht genug Wärme speichern konnte, um nachts nicht einzufrieren. Wichtig ist überdies, daß der Wurzelballen nicht klatschnaß ist, da das Wasser die isolierende Luft im Substrat verdrängt. Wenn Sie bezüglich des Einräumzeitpunktes sicher gehen wollen, können Sie den externen Temperaturfühler eines eletronischen Minima-/Maximathermometer in die Erde dicht an den Rand des Kübels stecken. Sobald die Minimum-Substrattemperatur am Rand unter 0 °C sinkt, muß eingeräumt werden. Wenn Sie die Anzeigeeinheit, die fast immer einen zusätzlichen Temperatursensor enthält, an einen Palmwedel hängen, haben Sie zudem noch eine Information über die niedrigste Lufttemperatur. Sofern Sie nun auch noch dem Wetterbericht erhöhte Aufmerksamkeit schenken, sollte der Frost keine Chance haben, Schäden anzurichten. Eine Todsünde ist übrigens, solche Pflanzen, die ziemlich kalt gestanden haben, plötzlich in den warmen Wohnraum zu nehmen. Noch schlimmer ist, sie nach ein paar Tagen dann wieder in die Kälte zu stellen. Richtig ist hingegen, die Pflanzen zu gegebener Zeit in einen kühlen aber frostfreien Raum zu stellen und sie dort bis zum Frühjahr zu belassen. Insbesondere bei nur kurzen Frostperioden zu Beginn des Winters ist es hingegen sinnvoll, sie trotzdem an wärmeren Tagen wieder nach draußen zu stellen, sofern der Wetterbericht eine längere wärmere Periode verspricht.

Wasser

Solange sich die Pflanzen in der Winterruhe befinden, benötigen sie deutlich weniger Wasser als während der Wachstumsphase. Seien Sie deshalb nicht beunruhigt, wenn die gleiche Palme, die Sie im Sommer täglich kräftig gießen mußten, nur einmal wöchentlich ein bißchen Wasser verbraucht.

Düngung

Während der gesamten Winterruhe sollte nicht gedüngt werden. Die Palme wächst sowieso nicht und verbraucht somit auch keine Nährstoffe. Düngung würde nur zur unerwünschten Salzanreicherung im Wurzelballen und damit zur Schädigung der Wurzeln führen.
  

Vorherige Seite
Seitenanfang






Alle Angaben in Zusammenhang mit dieser Site wurden nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Trotzdem kann hierfür keine Haftung übernommen werden. Schadenersatzansprüche jeglicher Art sind grundsätzlich ausgeschlossen.

Alle Bilder und Texte sind urheberrechtlich geschützt und Eigentum von Chr. Caspari (sofern nicht anders gekennzeichnet). Es gelten die allgemeinen  Benutzungs- und Copyrightbedingungen.

Mitteilungen über Fehler sowie Verbesserungsvorschläge sind stets willkommen (Kontaktmöglichkeiten siehe  Impressum). Ich bitte um Verständnis, daß mir infolge Zeitmangels keine Beantwortung von Fragen und erst recht keine individuelle Beratung möglich ist - auch nicht ausnahmsweise. Für Fragen zu Pflanzenpflege, Foto und Technik stehen Ihnen jedoch verschiedene  Foren ("schwarze Bretter") zur Verfügung.


Letztes Update dieser Seite: 17.01.2010 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)