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Obwohl Palmen der Inbegriff für Sonne und Süden sind, trifft dies nicht auf alle Arten zu. Neben den Sonnenkindern gibt es auch solche, die in ihrer Heimat in großer Höhe wachsen und an Kälte und Schnee angepaßt sind. Bei genügender Frostresistenz können diese Palmen auch in Mitteleuropa im Garten frei ausgepflanzt werden. Einige Arten sind sogar derart kaltes Klima gewöhnt, daß schon mitteleuropäische Sommer für sie Hitzestreß bedeuten.

Nachfolgend sind einige besonders frostresistente Palmen aufgelistet. Die Angaben über die Frostresistenz wurden dem Buch "Palmen" von Frank O. Steeb entnommen (siehe  Literaturverzeichnis) und geben die minimale Temperatur an, die eine ausgepflanzte, gesunde, ausgewachsene Palme kurzzeitig überlebt. Kübelpalmen sind deutlich empfindlicher, weil der empfindlichste Teil, die Wurzeln, nicht durch eine dicke Erdschicht isoliert sind. Sicherheitshalber sollte man diese Grenzwerte nicht ausnutzen, sondern die Palme im Winter mit einem Winterschutz versehen. Die Angaben über die Kälteresistenz variieren je nach der Quelle der Information z.T. leider ganz erheblich und gelten nur für ausgewachsene Exemplare. Jungpflanzen (und das ist eigentlich jede Palme in Kübelpflanzengröße) sind empfindlicher.

PalmenartFrosthärte
 Nannorrhops ritchiana-26 °C
 Rhapidophyllum hystix-25 °C
 Sabal minor-24 °C
 Trachycarpus fortunei-17 °C
 Chamaerops humilis-14 °C
 Washingtonia filifera-11 °C
 Phoenix canariensis-9 °C


Die beiden letztgenannten Palmen sind nur als Vergleich aufgelistet. Sie eignen sich außer mit sehr aufwendigem Winterschutz nicht zum freien Auspflanzen. Auch die Chamaerops humilis kann man nur in wärmeren Regionen mit Winterschutz erfolgreich im Freien kultivieren.

Wegen des langsamen Wachstums sind die beiden erstgenannten Palmen bei uns fast gar nicht und die Sabalpalme nur äußerst schwierig zu bekommen, so daß nur die  Anzucht aus Samen oder der Bezug über in den  Pflanzenlinks angegebene spezialisierte Betriebe bleibt. Nach Trachycarpus fortunei und Chamaerops humilis muß man zwar suchen, kann diese aber wenigstens mit einiger Mühe als Kübelpflanzen erwerben und im Frühjahr auspflanzen. In letzter Zeit sieht man sie zunehmend auch in Gartencentern oder Baumärkten mit Gartenabteilung. Später als Juni sollte man keine Palme mehr auspflanzen, da sie sonst nicht genügend Zeit hat, bis zum Winter ausreichend Wurzeln zu bilden.

Welche Palme man auch auswählt, bleiben die Wurzeln das Pflanzenorgan, das am empfindlichsten auf Frost reagiert. Zwar besitzt der Boden aufgrund der Zwischenräume eine gute Isolierwirkung, jedoch reicht diese bei Jungpflanzen häufig nicht aus, da deren Wurzeln dicht unter der Erdoberfläche verlaufen. Wurzelschäden sind das Schlimmste, was einer Pflanze passieren kann. Deshalb sollte man Sorge tragen, daß die Wurzeln nicht erfrieren. Durch eine Schicht Mulch, Stroh oder andere Materialien, die durch ihren luftigen Aufbau eine isolierende Wirkung haben, rund um den Stamm hilft man der Palme im Winter enorm. Damit durch Regen und tauenden Schnee die Isolierwirkung nicht beeinträchtigt wird, empfiehlt es sich, über diese Schicht Plastikfolie zu legen und diese mit einigen Steinen zu beschweren, damit sie nicht weggeweht wird. Da in Mitteleuropa der Boden in der Regel nur an der Oberfläche gefriert, ist diese Maßnahme nur solange erforderlich, bis die Pflanze Wurzeln ausgebildet hat, von denen sich die Mehrzahl unter der Frostgrenze befindet, d.h. vor allem bei Jungpflanzen oder frisch ausgepflanzten Exemplaren. Bei Altpflanzen ist diese Maßnahme nur bei extremem Frost nötig.

Mit Fichtenzweigen ummantelte Trachycarpus fortuneiBei jungen und damit zarten Pflanzen empfiehlt sich, zusätzlich die oberirdischen Teile durch eine geeignete Ummantelung gegen zu starken Frost zu schützen. Dies kann z.B. durch Umwickeln mit mehreren Schichten von Fichtenzweigen erfolgen, die den Vorteil haben, sowohl wärmeisolierend als auch regenabweisend zu sein (siehe Foto rechts). Die so geschützte, noch recht junge  Trachycarpus fortunei überstand auf diese Weise knackigen Frost mit Tiefsttemperaturen von deutlich weniger als -20 °C. Man kann natürlich auch andere Materialien nehmen, die eine ähnliche Wirkung haben. Wichtig ist, daß nach unten eine ausreichende Lüftungsöffnung vorhanden ist. Ansonsten würde Wasserdampf kondensieren und damit die Schimmelbildung begünstigen. zweckmäßigerweise bindet man die Palmwedel hoch, da sich sonst ein zu großes Volumen ergibt, das umhüllt werden müßte. Insbesondere Das Palmherz, d.h. der Teil, dem die neuen Triebe entspringen, muß wegen Fäulnisgefahr unbedingt vor Feuchtigkeit (auch Kondensationsfeuchtigkeit!) geschützt werden.
  

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Letztes Update dieser Seite: 23.08.2014 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)