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Cocos nucifera, Strand von Choroni
Choroni/Venezuela 1994
Cocospalme, Solitaer, Cumana
Cumana/Venezuela 1994
Kokospalme, Nähe Chichiriviche
Nähe Chichiriviche/Venezuela 1994


Beschreibung: Cocos nucifera, die Cocospalme (bzw. Kokospalme), ist wohl DER Inbegriff der Palme schlechthin. Dies hängt damit zusammen, daß diese Palmenart an fast allen tropischen Küsten dieser Erde wächst, da der Samen, die Cocosnuß, schwimmfähig ist und über das Meer verbreitet werden kann. Die Cocospalme ist ziemlich salzwasserresistent, und auch der Samen keimt in salziger Umgebung.

Die Heimat dieser Fiederpalme ist wegen der starken Verbreitung nicht mehr genau nachvollziehbar, dürfte aber im Indischen Ozean liegen. Der schlanke, graue Stamm ist glatt und erreicht eine Höhe von bis zu 30 m. Die Cocospalme ist bei entsprechenden Umgebungsbedingungen schnellwüchsig. Bei zu niedriger Temperatur oder zuwenig Licht wächst sie jedoch nur langsam oder geht gar ein.

Cocospalmen wachsen zwar in Strandnähe oft wild, aber sie werden oft auch in regelrechten Wäldern kommerziell angebaut und sind ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Wirtschaftlich genutzt werden vor allem die Nüsse. Diese sind je nach Sorte in reifem Zustand entweder grün oder gelb. Entfernt man das voluminöse sogenannte Endocarp, erhält man die Nüsse (strenggenommen sind es Kerne, nicht Nüsse), wie sie bei uns in den Handel kommen. Unter der sehr harten Schale befindet sich das weiße Fruchtfleisch, das seinerseits eine wäßrige Flüssigkeit beinhaltet, aus dem es im Laufe des Wachstums abgeschieden wurde. Das getrocknete Fruchtfleisch nennt man Kopra. Dieses kommt z.B. geraspelt als Kokosflocken in den Handel. Man kann daraus jedoch z.B. auch Aromen gewinnen oder Fette herstellen. Aus dem Endocarp d.h. den Cocosfasern werden Bodenhilfsstoffe und Cocossubstrate hergestellt.
 
Substrat: Das Substrat sollte durchlässig und leicht sauer sein. Älteren Exemplaren genügt auch reine Gartenerde, die idealerweise mit Sand versetzt ist.
 
Wasserbedarf: Der Wasserbedarf ist hoch bis sehr hoch. Der Ballen darf auch einmal klitschnaß werden (aber nicht andauernd), da das Zuviel an Wasser schnell genug verbraucht wird. Das  Wasser darf wie immer nicht zu kalkhaltig sein, da sonst die Pflanze auf Dauer eingeht. Mit dem Gießen sollte man solange warten, bis das Substrat auf der Oberfläche abgetrocknet ist.
 
Lichtbedarf: Die Cocospalme benötigt ganzjährig einen extrem hellen Standort, idealerweise in praller Sonne. Sämlinge (trotz ihrer Größe sind auch fast mannshohe Cocospalmen Sämlinge) müssen aber zuerst langsam an die Sonne gewöhnt werden, vor allem wenn sie einem nur mäßig hellen Treibhaus entstammen.
 
Temperatur: Die Cocospalme braucht ganzjährig Temperaturen von mindestens 20 °C bei gleichzeitig extrem viel Licht. Im Winter darf notfalls die Temperatur kurzzeitig bis auf 15 °C absinken; dann stellt die Cocos nucifera aber das Wachstum ganz ein. Falls die Lichtverhältnisse es zulassen, ist deshalb der Wohnraum oder das Büro (entweder direkt unter einer Batterie von Leuchtstoffröhren oder viel besser an der Fensterfront) der beste Standort. Auch die Cocospalme darf im Sommer ins Freie - aber nur, wenn es warm genug ist, und zwar auch nachts.
 
Sonstiges: Cocospalmen bilden -wie andere Palmen auch- zuerst Sämlingsblätter aus. Diese sehen bei Cocos nucifera V-förmig aus wie ein Vogelschwanz und erreichen locker Mannshöhe. Dies vor allem dann, wenn die Palme nicht sehr hell steht (d.h. leichte Vergeilung). Die Bildung adulter d.h. gefiederter Blätter erleben viele Cocospalmen vor allem deshalb nicht, weil sie ihr kurzes Leben in viel zu kleinen und vor allem zu niedrigen Töpfen fristen müssen. Nach allerspätestens 2 bis 3 Jahren seit Keimung ist der Nährstoffvorrat in der Nuß verbraucht. Leider kommen Cocospalmen fast immer mit abgeschnittenen Wurzeln in den Handel, weil sie nämlich die winzigen Töpfe sprengen würden. Schauen Sie sich ruhig einmal die Abzugslöcher der Töpfe an; dort sieht man oft die Reste der durchtrennten, dicken Wurzeln. Die Palme geht unweigerlich ein, wenn sie nicht bis dahin kräftige Wurzeln gebildet hat. Reichliche Düngergaben als Abhilfemaßnahmen verschlimmern infolge Substratversalzung das Problem nur.

Mit etwas Glück bildet eine neu gekaufte Cocospalme neue, kräftige Wurzeln aus, wenn man sie sofort nach Kauf in einen ausreichend großen Kübel pflanzt. Auf Düngung sollte in den ersten beiden Jahren verzichtet werden, weil die Nährstoffe sowieso der Nuß entnommen werden und danach das Substrat genügend Nährstoffe liefert. Achten Sie unbedingt auf Thripse und Spinnmilben! Beide Schädlinge machen sich besonders bei trockener Luft breit, sind selbst für das geübte Auge fast unsichtbar und können trotzdem innerhalb weniger Wochen eine Palme zum Absterben bringen. Wenn Wedel gelb werden oder gar vertrocknen, sollte man diese eingehend auf  Schädlinge untersuchen. Es sei aber nicht verschwiegen, daß in größeren Zeitabständen bei gutem Wachstum die jeweils untersten Wedel in größeren Zeitabständen absterben. Weniger als 5 gesunde Wedel besitzt eine Cocospalme aber unter normalen Umständen nie. Eine silbrig glänzende oder stumpfe Blattoberfläche ist immer ein Alarmzeichen.

Kaum bekannt ist, daß man Cocospalmen mit wenig Aufwand selbst aus im Handel erhältlichen Cocosnüssen selbst heranziehen kann (siehe  Anzucht von Palmen). Die Keimdauer von im Lebensmittelhandel erhältlichen Cocosnüssen beträgt bei ca. 25 °C ungefähr 4 bis 6 Monate.
 
Verwandte Arten: Cocos nucifera ist die einzige Vertreterin ihrer Art. Als nächste Verwandte gilt die Art  Syagrus
 
Preisbeispiel: Zwischen 5 und 8 Euro für ein fast mannshohes Exemplar in einem eigentlich immer viel zu kleinen Kübel. Wird unverschämterweise in gleicher Qualität jedoch oft auch für 15 Euro und manchmal noch mehr angeboten.



Kokospalme
Schwalbach 1999

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Letztes Update dieser Seite: 23.08.2014 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)